31.10.2011
Rostschutz für Gartengeräte und Werkzeuge
Rostschutz für Gartengeräte und Werkzeuge
Gartengeräte und Werkzeuge sind in der Regel aus Metall. Sie lassen sich hervorragend scharf schleifen und halten die Schärfe lange. Der Nachteil dieses Materials ist seine Feuchtigkeitsempfindlichkeit. Sobald Eisen und Stahl mit Nässe zusammenkommen, beginnt das Metall Rost anzusetzen. Auch Gartengeräte aus Kupfer sind korrosionsanfällig. Durch gute Pflege werden teure Gartengeräte langlebig. Rostschutz ist die Devise!
Warum rosten Werkzeuge und Gartengeräte?
Rost ist ein Oxidationsprodukt , das entsteht, wenn Eisen oder Stahl mit Säuren oder mit Wasser und Sauerstoff in Verbindung kommt. Das passiert im Garten regelmäßig. Die Erde enthält sowohl Säuren als auch Feuchtigkeit. Durch den Rost beginnt sich, das darunter liegende Metall schichtweise aufzulösen und abzuplatzen. Je nach Dicke des Materials kann sich der Rost durchfressen und das ganze Gartenwerkzeug unbrauchbar machen. Die Schutzlackierung, mit der eiserne Geräte gekauft werden, wird bei Gebrauch schnell abgenutzt und dann liegt das Metall blank und wird rostanfällig.
Wie kann man Gartengeräte und Werkzeuge vor Rost schützen?
Nach der Arbeit sollten alle Geräte sorgfältig von anhaftender Erde und Unsauberkeiten gesäubert werden, und zwar unbedingt auf trockenem Wege. Für kleine Handgeräte empfiehlt sich ein trockener Lappen, mit dem die Arbeitsspuren abgewischt werden. Gartenscheren sollten mit einem alkoholhaltigen Mittel desinfiziert werden, um Krankheitserreger nicht beim nächsten Schnitt zu übertragen. Für
Gartengeräte, wie Spaten, Grabegabel, Hacke und Sauzahn empfiehlt sich eine Kiste mit trockenem Sand, in die das Gerät mehrfach eingestochen wird. Dadurch schleifen sich die Unsauberkeiten ab. Die gereinigten Geräte werden nun blank gerieben und danach gegen Luftfeuchtigkeit durch Einfetten geschützt. Gute Eigenschaften hat hier beispielsweise Ballistol, ein biologisch abbaubares Mineralöl, das in der Feinmechanik benutzt wird und das sowohl für Eisengeräte als auch für Kupfergeräte geeignet ist. Im Anschluss werden die Geräte trocken aufgehängt und verwahrt. Der alte Tipp, die Sandkiste mit Motorenöl zu versetzen, um die Geräte gleichzeitig einzufetten, ist heute nicht mehr gültig. Wer will schon seinen Garten mit jedem Umgraben mit Motorenöl impfen!
Brauchen Gartengeräte aus Edelstahl rostfrei auch Rostschutz?
Gartenwerkzeug aus Edelstahl rostet nicht. Allerdings lässt sich Edelstahl weniger scharf schleifen als Werkzeugstahl und hält auch die Schärfe weniger. Auch für Edelstahlgeräte empfiehlt sich das genannte Vorgehen. Denn häufig sind diese Geräte nur teilweise aus dem nicht rostenden Material. Von den Verbindungsschrauben bis zu den Stielen sind Geräteteile häufig auch hier aus einfachem Eisen, das unter Folien und Lacken in Ruhe durchrostet. Besonders bei mechanischen und elektrischen Geräten, wie Rasenmähern, bestehen meist nur die Schneidwerkzeuge aus Edelstahl.
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